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kulturMONTAG

Kultur, Magazin • 27.04.2026 • 22:30 - 23:19
Peter Schneeberger.
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Martin Traxl
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Clarissa Stadler.
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Originaltitel
kulturMontag
Produktionsland
A
Produktionsdatum
2026
Kultur, Magazin
Medien und Politik – Wie kann die neue Medienförderung aussehen? Im Herbst vergangenen Jahres ließ Medienminister und Vizekanzler Andreas Babler mit der Ankündigung einer dringend notwendigen Medienreform aufhorchen, bei der kein Stein auf dem anderen bleiben soll. Die Medienlandschaft wird derzeit mit rund 80 Millionen Euro pro Jahr unterstützt, organisiert über verschiedene Töpfe. Für 2026 wurde weiters sowohl eine Vertriebsförderung im Umfang von 25 Millionen Euro sowie eine Medienförderung unter dem Arbeitstitel "Meine-Zeitung-Abo" in der Höhe von 30 Millionen budgetiert, um jungen Menschen Zugang zu journalistischen Inhalten zu ermöglichen. Bei der aktuellen Medienförderung sind Qualitätskriterien jedoch kaum verankert. Doch eine qualitätsvolle, freie, vielfältige und vor allem unabhängige Medienlandschaft ist das Fundament einer funktionierenden und stabilen Demokratie. Nicht zuletzt der Blick auf den Nachbarn Ungarn, dessen Medien unter Viktor Orban auf Parteilinie gebracht wurden, hat deutlich gemacht, wie fragil das System ist. In Zukunft soll die österreichische Medienförderung "weit über 100 Millionen Euro" betragen. Nun wurden die Ergebnisse zu einer zu diesem Thema in Auftrag gegebenen Studie präsentiert, die als Grundlage für politische Verhandlungen mit den Koalitionspartnern ÖVP und Neos dienen soll. Diese analysiert die strukturelle Krise, in der sich der Medienstandort in Hinblick auf zunehmende Konkurrenz durch globale Plattformen, Werbegeldabfluss und massiven Abbau journalistischer Arbeitsplätze befindet. Wie kann echter Journalismus gefördert werden und nicht willfährige Berichterstattung? Wie kann es in den Redaktionen weitergehen, wie können Qualität und Innovation gelingen? Der "kulturMONTAG" beleuchtet die Studie und hat sich bei Expertinnen und Experten umgehört. Entdecken und Erforschen – 150 Jahre Naturhistorisches Museum 1876 gründete Kaiser Franz Joseph I. das Naturhistorische Museum Wien und berief den Geologen Ferdinand von Hochstetter als dessen ersten Direktor. Heute beherbergt das Haus mit mehr als 30 Millionen Objekten eine der bedeutendsten naturwissenschaftlichen Sammlungen der Welt. Ein einzigartiges Archiv für die Entstehung und Entwicklung der Erde und des Lebens, das die Geschichte und den Aufbau unseres Planeten dokumentiert und die Vielfalt des Lebens auf der Erde beleuchtet. Bis heute treibt Wissenschafter:innen die Lust am Sammeln und die Entdeckungs- wie Forscherfreude an. Zum 150-Jahr-Jubiläum will Direktorin Katrin Vohland aber auch die Schattenseiten beleuchten und hält eine kritische Rückschau auf die eigene Geschichte. In der Ausstellung "Gutes Sammeln – Böses Sammeln" werden u.a. die Provenienzforschung oder der Umgang mit dem kolonialen Erbe ins Zentrum gerückt. Österreich war zwar selbst nie Kolonialmacht, hat aber durch Kooperationen und Förderprogramme sehr wohl vom Kolonialismus profitiert – und dem NHM wurden im 19. Jahrhundert so manche Sammlungen unter fragwürdigen Bedingungen "geschenkt". Auch in der NS-Zeit hat das Museum einige Objekte von jüdischen Sammlern, die enteignet, vertrieben oder gar ermordet wurden, in seinen Bestand aufgenommen. Wie geht man zeitgemäß mit einer solchen Sammlung, zu der u. a auch human remains gehören, um und wie hat sich die Wahrnehmung des "Exotischen" im Laufe der Zeit verändert? Mit Schmäh und Charme – Josh. und sein neues Album Mit Hits wie "Cordula Grün" oder " Expresso Tschianti" füllte er ganze Stadien. Vor 100.000 Menschen zu spielen, das war schon immer ein Traum von Johannes Sumpich, der hierzulande besser bekannt ist als Josh. Nach knapp drei Jahren veröffentlicht der sympathische Wiener mit "Wer singt dann Lieder für dich" sein viertes Album und will auf seiner gleichnamigen Tour wieder zurück zu seinen Wurzeln finden. Nach dem Nummer-1 Erfolg von "Reparatur" und unzähligen Konzerten, etwa am Donauinselfest will er mit seinem neuen Album wieder ganz nah ran an die Fans und in kleinen Clubs spielen. 13 neue Songs hat der bald 40-Jährige geschrieben. Mit Witz, Charme und ein wenig Melancholie beschäftigt er sich darin mit der Liebe, der Leidenschaft und dem Leben. Nach seinem diagnostizierten und auf dem "Reparatur" Album verarbeiteten "Burn-Out" sind seine Lieder wieder fröhlicher geworden. Sich mit der Liebe zu beschäftigen, bei der man Höhen und Tiefen erlebt, betrifft nicht nur Josh., sondern wohl alle Menschen. Der "kulturMONTAG" hat den Künstler auf seiner Tournee in Linz zum Interview gebeten und sich bei seinen Fans umgehört.