(1) Iran: Hoffen im Schatten des Krieges In den leeren Wohnungen und Straßen Teherans leben die Iranerinnen und Iraner mit den Bombenangriffen, hin und hergerissen zwischen Hoffnung und Schrecken. Im Süden feiern regimekritische Aktivisten bereits das, was sie für das Ende des Regimes der Mullahs halten. In einer anderen Stadt, deren Namen aus Sicherheitsgründen nicht genannt wird, berichtet eine Radiologin, wie sie verletzte Demonstranten in ihrem Krankenhaus trotz ständiger Überwachung der Sicherheitskräfte behandelt. Unter Einsatz ihres Lebens dokumentiert sie die Massaker der Islamischen Republik. Sie erzählt von Knochenbrüchen und Schussverletzungen, sowie von den geheimen Netzwerken, die aufgebaut wurden, um den Opfern zu helfen. In Teheran wie auch im Rest des Landes vertieft der Krieg die Brüche in einer Gesellschaft, die seit Jahrzehnten vom Regime der Mullahs unterdrückt wird. (2) Libanon: Das Ende der Hisbollah? Hunderttausende Anhänger der schiitischen Bewegung empfanden sich als "Waisen", als ihr Führer Nasrallah bei israelischen Luftangriffen getötet wurde. In der arabischen Welt war er 33 Jahre lang die letzte große Figur des Widerstands gegen den "israelischen Feind". Bereits eine Woche vor den tödlichen Luftangriffen wurde die Hisbollah schwer erschüttert: Durch mit Sprengstoff präparierte Pager und Walkie-Talkies wurden Hunderte ihrer Mitglieder getötet und verletzt. Das ARTE-Team traf sich mit verschiedenen Akteuren, die mit der Frage der Entwaffnung konfrontiert sind. Auf der einen Seite Aktivisten, Verletzte und Vertreter der Hisbollah. Der Zugang zu ihnen ist streng geregelt und erwies sich aufgrund des Misstrauens der Partei gegenüber ausländischen Medien als besonders schwierig. Und andererseits mit den UN-Blauhelmen, den Bewohnern des Südlibanons und den politischen Gegnern der schiitischen Partei, die auf eine friedliche Lösung des Konflikts hoffen.